Stärkung der Selbsthilfe als zentrales Anliegen der Sozialversicherung

Die Gesundheitsversorgung und -politik erkennen zunehmend die wichtige Rolle von Selbsthilfe als Ressource und als Sprachrohr für Patienteninteressen. Die Beteiligung der Patienten ist zudem wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsförderungsstrategie im Rahmen des Bundes–Zielsteuerungsvertrages. Auf Initiative des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger wurde daher ein Konzept entwickelt, mit welchem – die bereits weitreichenden Aktivitäten ergänzend – das Feld der Selbsthilfe weiter gestärkt werden soll.

Gemeinsam für eine Stärkung der Selbsthilfe

In einem partizipativen Prozess unter Beteiligung von VertreterInnen der Selbsthilfeorganisationen, des Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) sowie des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), entstand das Konzept zur öffentlichen Förderung der Selbsthilfe. Seitens der Sozialversicherung werden jährlich 1 Million Euro zur Umsetzung zur Verfügung gestellt. Die Basis des Konzeptes bildet eine von der Gesundheit Österreich GmbH durchgeführte Bestands- und Bedarfserhebung der Selbsthilfe. Die Ergebnisse der Studie sind im Downloadbereich verfügbar.

Die zentralen Ziele

Erstmals gibt es eine Förderung für themenspezifische Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene. Als Interessenvertretung dieser Selbsthilfeorganisationen wurden der Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHÖ) gegründet. Mit der Schaffung von Anbindungen an politische Prozesse soll der Bundesverband ein anerkannter und legitimierter Ansprechpartner für Politik und Gesundheitssystem auf Bundesebene werden, dem, neben den Selbsthilfe-Dachverbänden auf Landesebene, eine gleichberechtigte Stellung zukommt. Mit der Einrichtung der Österreichischen Kompetenz- und Servicestelle für Selbsthilfe (ÖKUSS) wurde eine Unterstützungsstelle auf Bundesebene geschaffen, die ihre Serviceangebote bedarfsgerecht an der Zielgruppe themenbezogener, bundesweiter Selbsthilfeorganisationen ausrichtet und als Schnittstelle zur regionalen- und lokalen Ebene agieren wird.

Links

PON Quartal REAL

Um den Wünschen unserer Mitglieder aus den Bundesländern nachzukommen und auch um den Anforderungen von ÖKUSS bei der Vergabe von Fördermitteln zu entsprechen, werden wir die sporadisch stattfindenden REAL Treffen unserer Chatgruppen strukturieren.

Skype-Gruppen
Die bundesweiten Einzugsgebiete der PON Gruppen

Ab Frühjahr 2019 wird es in allen PON Gruppen zu Beginn jeder Jahreszeit ein PON Quartal REAL Treffen geben, wozu ein vor Ort lebender Gastgeber einlädt. Diese Person wählt ein geeignetes Lokal (einen „Stammtisch“) und fixiert jeweils passende Termine im März, Juni, September und Dezember. Das hat, neben der sozialen Funktion und dem persönlichen Austausch zwischen Bekannten aus dem Chat auch insofern Bedeutung, als es für neue Personen mit einem Bedürfnis für Kontakt und Information als Anlaufsstelle dient. Treffpunkte werden auf den vier PON Gruppenseiten West, Süd etc. angekündigt.

Kommen kann wer will,  Gastgeber müssen jedoch exklusive PON Mitglieder sein und werden von uns mit einem PON Pad ausgestattet, um als Kontakt für die Region erreichbar zu sein.

Interessierte Mitglieder wenden sich an Uli Sajko oder den PON Chat in ihrer Region.

Die PON Pads sind da

Wie ein Computer. Und wie kein Computer.

Wenn man den Computer heute erfinden würde, wie sähe er wohl aus? Er hätte genug Leistung für alle Aufgaben. Er wäre mobil genug, um ihn überallhin mitnehmen zu können. Und so intuitiv, dass du damit arbeiten könntest, wie immer du willst – mit Berührung, einer Tastatur oder sogar einem Stift. Anders gesagt, er wäre gar kein Computer. Er wäre das neue iPad und hätte iOS, das fortschrittlichste mobile Betriebssystem der Welt.

Dieses geniale Gerät, die 6. Generation von Apple Tablets,  wird bei uns zum silbernen, goldenen oder spacegrauen PON Pad, das sich unsere Mitglieder gegen eine kleine monatliche Gebühr ausleihen können, damit sie überall online sind – ob im Bett, im Garten oder auf Reisen. Gastgeber einer aktiven PON Skype Gruppe bekommen dieses Gerät sogar kostenlos. Jedes unserer sechs nagelneuen PON Pads wird individuell angepasst und mit einer Einschulung persönlich übergeben. Vorführungen bei unseren Treffen.

Gefördert aus den Mitteln der Sozialversicherung Steiermark.

Tremitas entwickelt ein „Fieberthermometer“ für Parkinson Patienten

Die Idee

Für etliche Krankheiten stehen Messgeräte zur Verfügung, die Betroffene Zuhause verwenden können: Bei Fieber stehen Fieberthermometer zur Verfügung, bei Bluthochdruck Blutdruckmessgeräte und bei Diabetes Blutzuckermessgeräte. Für Betroffene mit Parkinson standen bisher keine solchen Messgeräte zur Verfügung.

Aus diesem Grund ist der Tremipen® entstanden. Die Grundüberlegung bestand darin, ein Messgerät in Stift-Form zu entwickeln, das unkontrollierbares Zittern bei Parkinson oder Essentiellem Tremor erfassen kann. Indem über einen gewissen Zeitraum Messungen durchgeführt werden, kann ein Trend, wie sich das Zittern geändert hat, objektiv ermittelt werden.

Es entstehen durch den Tremipen® drei wichtige Vorteile:

  • Die Vermessung des Tremors ist außerhalb von Speziallaboren der Kliniken möglich
  • PatientInnen erhalten durch die Messbarkeit des Tremors die Möglichkeit sich zu vermessen und die objektiven Daten zum nächsten Arztbesuch mitzunehmen
  • Es kann überprüft werden, ob sich eingenommene Medikamente auf den Tremor auswirken und wenn ja auf welche Weise

Die Funktionsweise

Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt. Bei einem Fieberthermometer drückt man auf einen Knopf, danach wird die Körpertemperatur gemessen und anschließend wird das Ergebnis auf einem kleinen Bildschirm angezeigt.

Genau dem selbem Prinzip folgt auch der Tremipen®. Betroffene aktivieren den Sensor mittels Knopfdruck und halten ihn in der Hand. Nach 30 Sekunden hat der Tremipen® den Wert ermittelt und zeigt diesen am Display. Dieser einfache Wert, gemessen in milli-G, gibt an, wie stark die Hände gezittert haben. Betroffene können so oft wie gewünscht messen und aus den Ergebnissen eine Verlaufsbeobachtung für sich selbst und für Ärzte zusammenstellen. Steigt der Messwert, so wurde auch das Zittern stärker und umgekehrt. Bleibt der der Messwert ungefähr gleich, so hat sich das Zittern nicht verändert.

Der Projektstatus

Der Tremipen® wurde, unter der Leitung von Frau Assoz. Univ.-Prof. Dr. Petra Schwingenschuh, an der Medizinischen Universität Graz klinisch getestet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Stift nicht nur gleich gut wie die derzeit verwendeten klinischen Geräte messen, sondern dass die Messergebnisse auch eine starke Verbindung zu den ärztlichen Tremor-Einschätzungen zeigen. Ab dem 11. April 2018, dem Welt-Parkinson-Tag, kann der Tremipen® auf der Online-Plattform Indiegogo im Crowdfunding vorbestellt werden. Durch die Unterstützung jedes Einzelnen im Crowdfunding kann die Zertifizierung als Medizinprodukt abgeschlossen werden. Die ersten 50 Käufer erhalten den Tremipen® zu einem limitierten Einführungspreis von € 249,- (statt € 599,-)

Für mehr Informationen rund um den Tremipen® besuchen Sie die Website www.tremitas.com, hier kann man sich auch für den Newsletter eintragen.