Datenschutz und Parkinson

1024px-Datenschutz2

Die neue Datenschutzverordnung

Sie trennt.     Sie verändert.     Sie tut schön.

Sie trennt. Die Selbsthilfegruppen kochen jede für sich ihr Süppchen, den Dachverband gibt es inzwischen wieder – was er macht bleibt geheim. PON bemüht sich durch Information und vielseitiger Homepage – trotzdem werden die Steirer ausgegrenzt. So war es in den letzten Jahren. Dank der Datenschutzverordnung, wo nun jeder gefragt sein will ob sein Foto, seine Selbsthilfegruppe, seine Projekte im Netz stehen dürfen oder nicht wird die Arbeit an der homepage zum Unsinn und damit löst sich das wenige gemeinsame Parkinsonösterreich auf in regionale Aktionen von denen keiner was weiß, weil nicht im Netz.

Sie verändert. Was heute schon trennend war trennt also noch mehr, was einmal Freunde waren ist  vergessen weil man sich nicht mehr liest, was einmal für die Parkinson Betroffenen erreicht werden wollte ist vorbei weil jede Internetarbeit mehr Fragen aufwirft bezüglich Datenschutz denn Nutzen für Parkinson Betroffene bringt. Wir haben verloren. Wir? All jene die sich für die Gemeinschaft eingesetzt haben. Alles ändert sich. Verändert sich. Verliert sich.

Sie tut schön. Ich bitte euch! Datenschutz ist doch etwas Gutes. Endlich wird dem Zuckerberg ein Riegel vorgeschoben. Und dem Gerald, der doch glatt die Selbsthilfegruppen Österreichs kostenfrei  für Interessierte und Neuerkrankte auf der Homepage von PON präsentierte. Schön. Jetzt heißt es eben suchen. Und das tut nicht schön.

To do Liste: Jedes mail Adressen bcc, heißt diese verstecken, pssst. Es darf ja keiner wissen wer noch davon weiß.

Darf ich jetzt all jenen die kein mail haben noch ihre Post zusenden oder muss ich fragen, ob sie wissen wollen, wann die nächste Veranstaltung stattfindet?

Darf ich den Wienern sagen, was PON plant oder missbrauche ich da das Wissen der Mitglieder?

Muss ich gar die Wiener mail Adresse löschen?

Am besten alle löschen. Alle Kontakte. Alle Telefonnummern. Alle Adressen.

Jetzt bist du datengeschützt.

Uli Sajko

Parkinsontherapie im 2/4 Takt

Sie geben mir Recht? Bewegung ist alles bei Parkinson. Wobei es egal ist ob dies Schwimmen, Laufen oder Radfahren ist. Spaß machen soll es.

Doch Bewegung allein ist zu wenig. Auch die Körperhaltung will verbessert werden, das Selbstbewusstsein gestärkt, das Gleichgewicht trainiert. Die Antwort darauf liefert Frau Susanne Reinprecht und ihr Team mit dem Tango de Salón.

    

Erst wird gelockert, die Schulterpartien entspannt, jedem ein Lächeln ins Gesicht gelockt, der Körper aufgerichtet und dann geht es los mit den ersten, einfachen Schritten zu argentinischen Tangoklängen.

  

Ohje! Jetzt zeigen sich alle Defizite. Gleich die ersten Schritte bringen mich aus dem Gleichgewicht, führen will ich mich auch nicht lassen, ich steige der Partnerin auf die Zehe. Peinlich. Ich entschuldige mich.

Also noch einmal. Körperhaltung stolz aufrecht, ich lasse die Musik in mir schwingen, die Beine gehen jetzt wie von selbst, die Anspannung verfliegt, ich lächle und fange an, die Bewegung zu genießen.

  

Ein etwas anderer Steirertreff REAL im Mai. Wir tanzen in den Gängen und plaudern danach erschöpft aber zufrieden. Ich summe bei der Heimfahrt „Pariser Tango“.